Ein kurzer Abriss der Schulgeschichte

1543   Im Verlauf der 1542 vorübergehend erfolgten Reformation des Wolfenbütteler Kirchen- und Schulwesens wird eine Knabenschule gegründet. Der Lehrplan umfasst "Christentum und alte Sprachen".
1596 Ein neues Schulgebäude, eine "Bildungsstätte zu logischem Denken und zur Gotteserkenntnis", wird an der Südseite der Marienkirche eingeweiht.
1605 Ein erstes Wolfenbütteler Schulprogramm wird erstellt. Unterrichtsfächer sind: Latein, Griechisch, Religion, Dialektik, Rhetorik und Musik als Hauptfächer; Naturwissenschaften, Geschichte und Ethik sind Nebenfächer.
1651 Herzog August ordnet das Schulwesen neu. Die Große Schule erhält universitätspropädeutische Aufgaben.
1705 Die Schule zieht in die "Herzogliche Kommisse" ein. Hier wird der Unterricht bis 1879 abgehalten.
1749 Die "Hochfürstliche Schule in Wolfenbüttel" erhält die Bezeichnung "Herzogliche Große Schule".
1789 Französisch wird in den Unterrichtsplan aufgenommen.
1824 Die Abiturprüfung wird eingeführt.
1828 Im Sinne der freiheitlich-demokratischen Bestrebungen dieser Zeit wird die Turngemeinde nach den Reformen des Turnvaters Jahn gegründet.
1879 Der Schulneubau am Rosenwall 12 wird bezogen.
1893 Wilhelm Brandes, vielseitiger Gelehrter und Schriftsteller, Freund Wilhelm Raabes, leitet als Direktor die Große Schule bis 1921.
1910 Die Schülerverbindung Concilium Germanicum wird gegründet.
1928 Die Schule wird in ein Reform-Realgymnasium umgewandelt.
1939 An der Schule regt sich Widerstand gegen die Durchdringung des evangelischen Religionsunterrichts durch NS-Ideologie. Schüler werden von der Schule verwiesen. Direktor Hermann Lampe wird suspendiert und der Religionslehrer Wille wird strafversetzt.
1957 Die Schule erhält ein weiteres Gebäude, das nach Elster und Geitel, den zwei durch ihre physikalischen Forschungen weltbekannten Lehrern der Schule, benannt wird.
1964 Die Koedukation wird formell eingeführt (ab 1964 besuchen die beiden ersten Mädchen die Große Schule).
1993 Die Große Schule feiert ihr 450jähriges Bestehen.
1996 Ein bilinguales Unterrichtsangebot wird eingerichtet.
1997 Die Dr. Oskar-Sommer-Stiftung zur Förderung der Völkerverständigung wird gegründet.
2001 Der Neubau für Kunst, Musik und Theaterspiel wird errichtet und erhält den Namen: Dr.-Oskar-Sommer-Haus.