Die englische Sprache ist aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken, denn überall begegnet sie uns nicht nur in Form von Anglizismen, sondern natürlich auch als Mittel der Kommunikation. Dennoch ist es jedes Jahr wieder etwas Besonderes,

01 kl wenn die englischsprachige Theatergruppe White Horse Theatre dem Gymnasium Große Schule einen Besuch abstattet.
Am 5. März  führte die Schauspieltruppe das Stück Billy's Friend auf. Die Fünft- und Sechstklässler hatten ihre helle Freude daran, Billy dabei zu beobachten, wie er Freundschaft mit dem Gorilla Geraldine schloss. Dabei blieben die Schülerinnen und Schüler jedoch nicht unbeteiligt, sondern riefen auch immer wieder lauthals Vorschläge auf die Bühne, halfen das Bühnenbild zu gestalten oder gaben sich alle Mühe, den Gorilla zu verstecken. Keine Spur von Schüchternheit, die für sie noch relativ fremde Sprache Englisch ganz natürlich zu verwenden. Auch schon vor Beginn des Stückes hatten die Schauspieler erste Kontakte mit dem Publikum knüpfen können. „Es war toll, sich mit den Schauspielern zu unterhalten. Ich habe vorher noch nie mit einem Engländer direkt sprechen können“, erzählt eine Schülerin aus dem 6. Jahrgang begeistert.
05 klIm zweiten Stück verfolgten die Siebt- und Achtklässler wie zwei Gentlemen zwischen Liebe und Freundschaft hin- und hergerissen waren. Auch wenn das Stück Two Gentlemen nicht mehr ganz so interaktiv gestaltet war wie für die jüngeren Jahrgänge, konnte man deutlich spüren, wie mitgefiebert wurde. Nicht nur einmal kochten die Emotionen als Reaktion auf vermeintlich falsche Entscheidungen hoch. Bei einem Stück, dessen Handlung sich an Shakespeares Herren aus Verona anlehnt, nicht verwunderlich.
Besonders beliebt waren die sich den Stücken anschließenden Fragerunden – selbstverständlich auch auf Englisch. Geduldig wurden Fragen, die z. B. das Alltagsleben der Schauspielerinnen und Schauspieler oder Entwicklungen in den Theaterstücken betrafen, beantwortet. Sehr willkommen war auch das Angebot der Schauspieler, weitere Fragen in den sozialen Netzwerken zu beantworten, welches bereits am Nachmittag rege genutzt wurde.
Am darauffolgenden Tag wurde das Stück Relatively Speaking  für die Oberstufe aufgeführt, welches sprachlich schon wesentlich anspruchsvoller gestaltet war, zumal es galt, einer ganzen Reihe von Missverständnissen in einer Dreiecksbeziehung zu folgen. Mit dem nötigen Sinn für Humor und Wortwitz an vielen Stellen ist es den Schauspielerinnen und Schauspielern gelungen, auch hier eine eindrucksvolle Darstellung zu bieten.
Es ist immer wieder erstaunlich, was eine vierköpfige Gruppe auf der Bühne trotz nur weniger Requisiten so eindrucksvoll in Szene setzen kann. Ein Besuch, der sich, nicht nur sprachlich gesehen, allemal lohnt.

Stefanie Luxa

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