Spannende und interessante Hightech-Experimente einmal selbst durchführen, wer möchte das nicht? Die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs der Großen Schule bekamen dazu Gelegenheit, als sie das Schülerlabor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig,

02 kl03 klkurz „DLR_School_Lab“, im Rahmen von Exkursionen vom 28.8. – 31.8.2017  besuchten. „Wir haben Physik pur erlebt. Ich dachte immer, beim DLR dreht sich alles nur um Luft- und Raumfahrttechnik“, erklärt ein Schüler begeistert. Erfahren konnten die jungen Menschen nämlich auch etwas über Akustik und Lärmbekämpfung, Strömungsphysik sowie Fahrzeuge und ihre Assistenzsysteme, aber natürlich auch über Luft- und Raumfahrttechnik.
Seit Jahren sind an der Großen Schule Besuche im DLR-School-Lab ein fester Bestandteil des Schullehrplans in Physik. In diesem Jahr 06 kl05 klwurde der Kooperationsvertrag zwischen der Großen Schule und dem DLR ausgeweitet, sodass nun Besuche in den Jahrgängen 8 und 10 durchgeführt werden.
„Ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand ist an diesem außerschulischen Lernort besonders  gut möglich. Die Bedingungen für ein aktives, handelndes Lernen mit physikalischem Schwerpunkt sind dort optimal“, erklärt Physiklehrer Dr. Markus Berndt. Die Schülergruppen kamen dort mit zahlreichen Themen in Berührung: Am Lotsenstand beschäftigten sie sich z. B. mit dem Dirigieren von Flugzeugen in die richtigen Einflugschneisen und der Frage, warum im Flugverkehr immer Englisch gesprochen wird. An einer anderen Station bestand die Aufgabe darin, herauszufinden, was es heißt, dass die Rosetta-Weltraumsonde bei ihrer Mission Anschwung bei verschiedenen Planeten geholt hat. Das Flugverhalten von selbstgebauten Styroporsegelflugzeugen konnte ebenfalls erforscht werden, wobei die Schülerinnen und Schüler das Flugzeug an verschiedenen Stellen beschweren konnten, um auf diese Weise die Auswirkungen der Gewichtsverteilung auf die Flugkurve zu verstehen.
01 klDarüber hinaus hatten die Schülerinnen und Schüler das besondere Vergnügen, am sogenannten „Fahrgastwechsel“-Experiment teilzunehmen. Im Rahmen dieser Simulation schlüpften die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Fahrgästen einer Straßenbahn. Von unterschiedlichen Gruppengrößen wurde die Zeit gemessen, welche die Schüler für das Einsteigen benötigten, wenn im gleichen Moment eine andere Schülerschar versuchte auszusteigen. Dem aufmerksamen Beobachter war schnell klar: Je größer die Gruppe und je egoistischer der Fahrgast, desto länger dauerte der Prozess des Ein- und Aussteigens. Versuche dieser Art bilden die Grundlage für Simulationsprogramme, mit denen die optimale Breite der Einstiegstüren und die Aufenthaltsdauer der Beförderungsmittel bestimmt werden können. Glücklicherweise absolvierten alle Schülerinnen und Schüler, trotz zahlreicher Rempeleien, das Experiment gesund und erfolgreich.
04 kl07 klDer virtuelle Besuch in der internationalen Raumstation ISS war für viele „Große Schüler“ das Highlight des Tages. Sie waren die Ersten überhaupt, die dieses neue Experiment durchführen durften. Hierbei mussten sie zunächst interaktiv an einem Tablet herausfinden, mit welcher Geschwindigkeit die Raumstation um die Erde kreist. Anschließend durften sie sich abwechselnd als „Astronaut“ durch die Station und den Weltraum dirigieren. Die Schwierigkeit bestand aber darin, dies durch die Oculus Rift-Brille vermittelte Virtual Reality zu tun.
Der Tag am DLR bereitete den Schülerinnen und Schülern großen Spaß. Sie konnten nun einmal „Astronaut“ sein.

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