Unter diesem Motto stand unsere Betriebserkundung bei MAN.
Am Dienstag, dem 23. September 2014, fuhren wir mit unserer Klasse, der 10D, nach Salzgitter zu MAN, um den Betrieb zu erkunden.
Als morgendliche Begrüßung hieß uns pünktlich um 8:30Uhr ein ehemaliger Mitarbeiter, Michael Mayer, im Namen der Geschäftsleitung Willkommen. Im Gepäck hatte er den Verantwortlichen für die Auszubildenden, Herrn Dube, samt einem Satz hilfreicher Ohrmuscheln, die es uns ermöglichten, Herrn Mayer während der Führung gut zu verstehen.
MAN 10d klDirekt nach der Begrüßung durften wir nacheinander in einem von MAN gefertigten LKW sitzen.
Nachdem wir uns selbst ein kleines Bild der LKWs machen konnten, ging es nach einer knappen Sicherheitsbelehrung unter der Führung von Michael Mayer auch schon durch die Produktionshalle.
Zu Beginn beeindruckte uns Mayer mit informativen Daten der MAN. Allein das Werk in Salzgitter erstreckt sich auf 715.000m² mit 125.000m² Produktionsfläche, auf der 500 Mitarbeiter täglich 62 Einheiten (Zugmaschinen) in einer Schicht pro Tag produzieren. Allerdings werden rund 65% der angefertigten Ware weltweit exportiert, was die internationale Vermarktung des VW-Tochter-Konzerns widerspiegelt. Während ihrem Mutter-Konzern, VW, nur so viel Material am Standort zur Verfügung steht, um zweieinhalb Stunden lang den Produktionsbetrieb aufrechtzuerhalten, könnte die MAN bei Materialausfall einen Tag lang ohne Nachschub produzieren.
Während der Führung kamen wir an den Produktionsstellen vorbei, bei der nicht kontrollierbare Tragachsen, Vorderachsen und Einheitsachsen bearbeitet werden. Aus diesen Einzelteilen sowie Motor und Tank wird der LKW kundenbezogen im Werk zusammengesetzt. Je nach Kundenanspruch kann der Tank und Motor variieren: Zum Beispiel wählt der Kunde zwischen einem Aluminium- oder Stahltank. Während das Stahlexemplar 600 Liter fasst, besitzt der Aluminiumtank 200-900 Liter Tankvolumen. Zum Ende der Führung zeigte uns Michael Mayer die so genannte "Hochzeit". Hierbei wird das Fahrerhaus mit dem Chassis zusammengesetzt, zuvor werden jedoch erst alle Leitungen verbunden. Bei der Führung wurde klar, dass vor allem die Eigenleistung jedes Einzelnen in der Montage zählt. Erst im Endcheck wird alles kontrolliert und Fehler sofort an Ort und Stelle behoben. Bei größeren Fehlern allerdings wird der LKW zurück in die Werkstatt geschickt.
10d klInsgesamt wurde uns in der Führung bewusst, dass das Material am richtigen Ort, an der richtigen Stelle und zur richtigen Zeit verfügbar sein muss.
Nach unserer Führung hatten wir eine kleine Verschnaufpause, um uns vom langem Fußmarsch durch das Werk zu erholen. Und nach dieser stellten sich vier Dual-Studenten des MAN-Unternehmens vor. Sie zeigten uns eine Präsentation, die uns noch weitere Informationen über MAN zeigte. Darunter auch die vielen verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten, die das Werk bietet. Es kamen Fragen auf, welche bereitwillig von den Studenten beantwortet wurden. Nachdem die Fragen ausführlich geklärt waren, gab es als Abschluss noch eine Feedback-Runde.
Alles in allem war dieser Tag ein gut strukturierter und gelungener Ausflug, der einem viele Informationen überbracht hat und dem ein oder anderen bei seiner Berufswahl geholfen hat.

Von Sandy Horstmann und Marie-Chantal Stöhr

Zum Vergrößern Linksklick auf das Bild.