Anfänge der Kooperation

china1Vorausgegangen waren dieser Idee des Ausbaus eines Konzeptes zwischen der Großen Schule und Shanghai Kontakte zwischen dem Land Niedersachsen und der Tongji-­Universität in Shanghai, die von Erich Paulun, einem ehemaligen Schüler der Großen Schule, gegründet worden ist.

Unter anderem hat der Minister für Forschung und Technologie, Prof. Wan Gang, in Clausthal promoviert und habilitiert. Bis Mai 2007 war Prof. Wan Gang Präsident der Tongji-Universität, eine Verbindung lag also denkbar nah. Der ehemalige Bundespräsident Köhler ehrte den Gründer der Universität mit der Enthüllung einer Statue, ein Indiz dafür, wie wichtig unser ehemaliger Schüler für China ist. Der deutsche Arzt Dr. Erich Paulun hatte 1907 eine Medizinschule für Chinesen gegründet. Dieser Gründung war bereits der Bau eines Krankenhauses für Chinesen durch ihn vorausgegangen. Im Jahre 1912 erfolgte als Erweiterung der Aufbau einer deutschen Ingenieurschule. Diese Gründung unter einem Dach war durch den obligatorischen Deutschunterricht vor Beginn eines Studiums bedingt. Jahrzehnte später trennten sich der medizinische und der technische Bereich. Dies ist bis heute so geblieben.

china3Vogelnest, Peking 2012

Auf dieser Grundlage wurde beschlossen, ein Konzept, das internationale Kontakte zwischen beiden Ländern ermöglichen sollte, zu erstellen. So sollte es Schnupperkurse Chinesisch geben (die AG zur Sprache und Kultur findet seit 2009 statt), einen Gedankenaustausch und projektorientiertes Arbeiten in einem Seminarfach, das breitgefächerte Themen, die sich um China drehen, behandelt. Darauf basierend wird im Moment eine Partnerschule gesucht, die auf einem dauerhaften Austausch mit Gastschülern und gegenseitigen Besuchen beruht. Gemeinsame Projekte (via Internet) sollen entwickelt werden. Zusätzlich finden immer wieder Vortragsreihen statt, auch aus dem Bereich Wirtschaft, um die Thematik so breit angelegt wie möglich vermitteln zu können.

china2Seit 2009 finden in regelmäßigen Abständen Studienfahrten nach China statt, im Wechsel nach Shanghai oder Peking. Obligatorisch ist der Besuch einer Schule vor Ort. Hier wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit der gegenseitigen Kontaktaufnahme geboten, weiterführende Projekte sind erwünscht. Die gemeinsame Darstellung z. B. der Situation in der jeweiligen Schule in China bzw. Deutschland ist ein zentraler Ansatzpunkt, der einen Aspekt einer durch die Schülerinnen und Schüler angefertigten Ausstellung darstellen kann (vgl Ausstellung im Oktober 2012, im Rahmen der an der Großen Schule durchgeführten China-Woche).